Frühe Morgenstunden, wildes Chaos & eine mit Keksen bewaffnete Mama

Willkommen auf meinem Blog für Frühaufsteher, Chaosbekämpfer, Krümelsammler aka glückliche Mamas & Papas.

War ich schon immer so ein früher Vogel? Nein, neenee, absolut nicht, in der Uni durfte die früheste Vorlesung um 10 Uhr für mich beginnen. Waren bei mir schon immer Kekskrümel verteilt?….ähm jaaa, aber dezent in den Sofaritzen (deswegen besitze ich auch ein schokobraunes Sofa mit sehr grobem Stoffbezug). Das Chaos und ich sind auch schon lange gute Freunde, aber es war bisher mein süßes liebenswertes kreatives Chaos.
ABER JETZT habe ich ein 6-Uhr-Kind, meine tolle kleine Tochter, die wahnsinnig gerne Vollkorn-Butterkekse isst, am liebsten im Rennen und deren Lieblingshobby es ist Schränke auszuräumen, Spielzeug zu verteilen und schon erwähnte Kekse zu zerkrümeln. Ihr könnt euch denken, ich liebe sie über alles!

Aber dem werten Mr. Chaos habe ich ein paar Worte zu sagen:

„Lieber Mr. Chaos, ich weiß wir kennen uns schon sehr lange und unsere Freundschaft ist in den letzten Jahren immer größer und größer geworden, aber könntest du in Zukunft vielleicht etwas weniger bei uns vorbei kommen? Und wenn, dann lass bitte deine kleinen spitzen Spielsachen zuhause.

Vielen Dank, deine MamaB“

Da sind wir also gleich dabei, worum es hier gehen soll. Ich werde euch von meinen Versuchen erzählen unser Chaos zu minimieren, hoffentlich mit ein paar Tipps zum nachmachen. Experiment Nr. 1 steht schon fest, ich möchte unsere Habseligkeiten minimiere. Ich werde mich also in familientauglichem Mini-Minimalismus probieren. Ganz nach dem Motto:

WENIGER QUATSCHIGES ZEUG – MEHR ZEIT FÜR QUATSCH.

Ich möchte weniger Zeit für aufräumen verschleudern und dafür noch mehr Zeit für Quatsch und Spaß mit meiner kleinen EarlyB und meinem EheB haben und mich ja nicht vom ollen Alltag verschlucken lassen.
Ich möchte diesen Blog den Schokoladenseiten des Lebens und des Elternseins widmen, natürlich auch ab und an mal dem Spaß nicht-so-spaßige Erlebnisse mit anderen zu teilen – ein paar Stunden später kann man ja meist darüber lachen.
Es erwarten euch hier Unternehmungstipps mit Kleinkind, zu Zweit oder auch mal alleine, Urlaubsgeschichten aus den Bergen und vom Strand, Tipps zum Ent-Chaosen, Berichte von meinen Versuchen uns das Leben einfacher zu machen und lustige Geschichten aus dem Leben als Mama der kleinen EarlyB.

Ich freue mich wenn ihr eine Weile bleibt, uns zuschaut und ab und zu ein bisschen lacht.

Eure MamaB

Wenn ihr genauer wissen möchtet wer hier eigentlich schreibt, lest auch gerne etwas ÜBER mich und meine 2 Birdys nach.

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Hervorgehobener Beitrag

Mama, erzieh‘ dich erstmal selbst!

Die kleine Bee hat mit ihrem Erscheinen auf der Bildfläche natürlich einiges in Gang gebracht. Wir wurden plötzlich eine richtige Familie, aus zwei verknallten Berufsanfängern, die Samstags gerne im Irish Pub abhingen, wurden Eltern. Wir mussten uns plötzlich mit dieser großen schwierigen Frage der E R Z I E H U N G beschäftigen.
Mir war schnell klar, dass ich mir nicht ein bestimmtes Erziehungskonzept auferlegen möchte, sondern einfach mit Herz und aus dem Bauch heraus erziehen möchte. Natürlich ziehe ich hier und da ein Buch oder das liebe Internet zur Rate, aber eher wenn ich konkerte Fragen oder Probleme habe. Mein wichtigster Anhaltspunkt für mein Verhalten in Sachen Erziehung ist was ich schlußendlich damit erreichen möchte. Was ist für mich das Wichtigste, das ich Bee für ihr Leben mit geben möchte. Die Antwort würde wahrscheinlich hier jeden Tag ein bisschen anders aussehen, aber grundlegend möchte ich, dass Bee eine selbstbewusste Frau wird, die sich selbst akzeptiert wie sie ist und mehr noch, die sich selber richtig gerne mag, die Liebe und Zuneigung zeigen und annehmen kann, sie soll lebensfroh und mutig sein, die Fähigkeit haben ihr Leben in vollen Zügen zu genießen und ihren Träumen und Wünschen zu folgen.
Tja, dass hört sich natürlich toll an, wenn wir das hinbekommen, wird Bee wohl ein ganz fabelhaftes Leben haben und eine tolle Person werden.
Am besten ist man seinen Kindern ja einfach ein gutes Vorbild. In einigen Dingen denke ich bin ich das auch, ich gehe mit ihr viel raus, mache auch draußen mit ihr zusammen Sport (ich renne, sie sitzt im Kinderwagen, keine Angst sie muss nicht 10kg Hanteln im Wald stemmen), ich ernähre mich abwechslungsreich, aber gönne mir auch hin und wieder etwas, das finde ich ok und das darf sie sich auch gerne abschauen. Wir reisen auch viel, so dass Bee jetzt schon sieht wie schön der Planet ist auf dem wir leben. Wir gehen sparsam mit unseren Ressourcen um und PapaB und ich führen eine tolle, liebevolle aber auch lustige und bestefreundehafte Beziehung. Es gibt viel Nähe und Zuneigung und viele offene Liebesbekundungen. Dieser Punkt ist mir sehr wichtig, ich möchte Bee ganz deutlich zeigen und es ihr auch unmissverständlich mit Worten sagen, wie sehr ich sie liebe und was für ein toller Mensch sie für mich ist, sie soll das nicht erahnen oder daran zweifeln müssen.
Aber bei den weiter oben genannten Eigenschaften bin ich mir nicht so sicher, ob ich da immer das beste Vorbild bin und PapaB geht es ähnlich. Deswegen hat die Erziehungsfrage bei uns beiden ein Kopf-Karussell angeworfen. Wie wollen wir eigentlich leben, sieht unser Leben momentan so aus wie wir es uns mit 22 in bunten Farben ausgemalt haben? Ist das bunte Bild überhaupt noch das wovon wir jetzt träumen oder hat es sich komplett verändert in den letzten fast 10 (omg) Jahren?
Haben wir die Fähigkeit unser Leben in vollen Zügen zu genießen? Verfolgen wir unsere Wünsche und Träume oder haben wir uns ohne großen Widerstand ins Hamsterrad sperren lassen?
Von mir kann ich schon sagen, dass ich mein Leben mit Bee gerade sehr genieße und auch aus den meisten Tagen etwas Besonderes mache. Aber eines hält mich doch davon ab, wirklich im Hier und Jetzt mein Leben zu genießen. Ich bin einer dieser Menschen, die ständig in der Zukunft leben. Wenn dies und das geschafft ist, dann ist alles gut, dann geht mein richtiges Leben los. Das denke ich heute immer noch, obwohl ich mein Studium abgeschlossen habe, einen schönen Job hatte, die Liebe meines Lebens kennen gelernt und mit ihm die niedlichste Tochter der Welt bekommen habe. Trotzdem denke ich oft, wenn wir umgezogen sind, wenn mein Mann erstmal richtig in seinem Job angekommen ist, wenn wenn wenn….dann geht das Leben richtig los.
Seit neustem hat sich noch ein weiterer Gedanke dazu geschlichen. Wenn ich erstmal selbstständig bin, dann habe ich es geschafft. Denn in dem Punkt „meine Wünsche und Träume verfolgen“ bin ich noch kein glorreiches Vorbild. Ich habe etwas studiert, von dem ich dachte, dass es relativ einfach ist, habe einen Job gewählt, der zwar ganz schön war, aber zu einem sehr großen Teil aus Tätigkeiten àla „Listen abtippen“ bestand, wenn um meine Hobbies geht stecke ich oft zurück und erachte es als „ach nicht so wichtig“. Von Selbstständigkeit habe ich zwar geträumt aber nur ganz entfernt, als könnten das nur übernatürliche Wesen wirklich tun. Mittlerweile fühle ich mich aber tatsächlich selbst wie ein übernatürliches Wesen, das ein Kind auf die Welt bringen kann (seit diesem Tag würde ich mir sowieso am liebsten ein Cape kaufen, so heldenhaft fühle ich mich.), seit 18 Monaten ein kleines tolles Mädchen erfolgreich aufzieht, das soweit auch sehr gut gelungen ist (finde ich) und welches mit dem kleinen Kind schon viele Hürden gemeistert hat, ohne sich aus der Ruhe bringen zu lassen.
Auch wenn ich nun wieder in der Zukunft lebe, ist meine Hoffnung euch auf diesem Blog auch bald über meine Reise als selbstständige Mama zu berichten und hoffentlich inspirieren und ermutigen zu können, so wie ich momentan auf Instagram dazu inspiriert und ermutigt werde. Es gibt so viele tolle Mamas, die diesen Schritt schon geschafft haben. Ich möchte für meine Tochter auch so eine tolle Mama werden, ein gutes Vorbild, dass man als Frau schaffen kann, was auch immer man sich in den Kopf setzt.

Also Frauenpower on.

Es grüßt euch eure inspirierte
MamaB

Zeitrechnung nach Pippi Langstrumpf

Wenn ein Kind auf die Welt kommt wird unser Leben wie wir es bisher kannten zack mit einem großem nassen Tafelschwamm weggewischt, der Tafelwischer hat zwar seine Aufgabe meist nicht ganz so ernst genommen, so dass man noch verschwommen erkennen kann wie es war daaamals, alleine oder zu 2., aber so wirklich deutlich erkennt man das Bild nicht mehr. Klar, wie alle Mamas und Papas kann ich mir ein Leben ohne unsere EarlyB nicht mehr vorstellen, plötzlich waren wir zu 3. und mein Hirn sagte mir „Hey, das ist doch die EarlyB, die kennst du in und auswendig, sie gehört zu dir und hat auch schon immer zu dir gehört, es war nie anders und es wird auch nicht mehr anders sein. Punkt“. Und klar es ändert sich viel mit so einem kleinen Vögelchen im Leben. Aber eine schräge Sache ist mir besonders aufgefallen, das Vögelchen änderte meine Wahrnehmung von Zeit. Die Zeit hat nun so ganz verschiedene Rechen-und Zählweisen, je nach Situation, Stimmung und Tageszeit, einerseits ist da das Phänomen, welches die Zeit nur so an mir vorbeirasen lässt, da gilt dann, ganz im Sinne von 2×3 macht 4, ihr widededewisst schon wie ichs meine, folgende Rechnung 1Minute plus 2 Minuten = 10 Sekunden und zack ist der schöne Moment, der schöne Tag auch schon wieder vorbei… Das hört man ja von allen Eltern, die Kinder sind gerade geboren, da gehen sie schon in den Kindergart….ach nee, sie haben schon ihren Schulabschluss und oh einen neuen Freund, äh Ehemann.
Aber für mich rast die Zeit nicht immer schnell vorbei, die schönen und aktiven Zeiten natürlich schon, die in denen EarlyB und ich durchs Laub rennen, auf dem Bett rumkugeln und seit neustem zusammen tanzen, sie hat schon einen wahnsinnigen Hüftschwung, die Kleine, da kann ich steifes Brett nicht mithalten. Ansonsten habe ich aber auch diese tagtäglichen Kaugummizeiten, die die Fähigkeit haben sich eeee-eee-eewig auszudehnen wie Hochleistungs-Hubbabubba. Da wird dann aus einer Sekunde, eine Minute, aus der Minute eine Stunde, ich vergleiche die Armbanduhr mit der Handyuhr, nein sie ist nicht kaputt… Die erste Kaugummizeit des Tages haben wir relativ schnell erreicht, sie beginnt nach dem Frühstück. Da EarlyB ihrem Namen immer alle Ehre macht und für uns um Punkt 6 den Wecker spielt (ich vermisse da doch ein wenig meinen nervigen Piepsweckerton von früher (ihr wisst schon diese verschwommen Zeit von damals) der ließ mich nicht so abrupt in unter einer Sekunde aus dem Tiefschlaf in den Stand springen wie EarlyBs Babyweinen… naja nichts kann das, diese Macht hat wirklich nur B).
Nach dem Frühstück machen wir nämlich für Papa Winkewinke, die Tür geht zu und es ist gerade mal s i e b e n Uhr! Als ich noch gearbeitet habe, hat um 7 Uhr erst mein Piepswecker geklingelt, jetzt bin ich schon fertig mit dem Frühstück……. Tja,da stehe ich dann meistens erstmal ein bisschen bedröbbelt in der Gegend herum, kuck trotz bereits 3 Tassen Kaffee verschlafen was B so macht, sie fängt meistens schon an ihre Duplokisten auszuleeren und denke jeden Tag „Puh, was machen wir denn jetzt den gaaaanzen lieben langen Tag, die nächsten z w ö l f Stunden!!“ Dabei gibt es ja immer genug zu tun, aber so müde und verpennt wie ich morgens bin, kommt mir erstmal nichts davon in den Sinn. Eigentlich sollte ich auch glücklich sein, so viel Zeit mit meiner ersten und bisher einzigen und einzigartig tollen Wunschkind-Tochter zu verbringen, aber auch das kommt mir noch nicht in den Sinn. Im Schneckentempo ziehe ich mich an, alles dauert ewig, mache mich halbwegs menschenwürdig und dann beginnt sich der Kaugummi langsam zu festigen und der Tag und die Zeit nimmt an Fahrt auf. (Es gibt auch Tage an denen der Kaugummi gar nicht aufhört sich zu dehnen, das merkt man meist daran, dass ich es nicht mal schaffe die Schlafanzughose gegen eine Jeans oder wenigstens eine saubere Jogginghose auszutauschen und hat meistens etwas mit komplett durchzechten Nächten, Zähnen, Schnupfen und ähnlichem zu tun, aber darüber will ich jetzt nicht schreiben).
Wenn ich also mit gebürsteten Haaren endlich die Bühne des Tages betrete, da ist dann meist schon 9 Uhr. Was schon 9Uhr? Ja! Denn zwischendrin braucht B immer noch die ein oder andere Windel…wir haben meistens 3 Windeln vor 9 :-), dann steht sie mit im Bad und räumt etwas aus, will auf den Arm, möchte mir etwas zeigen, hat Durst, möchte selbst versuchen mir die Socken anzuziehen, will ihre Gummistiefel anziehen…wie es eben so ist. Also dann ist es 9 und die nächsten 2 Stunden sind ratzfatz vorbei. Mir fällt dann ja doch plötzlich ganz viel ein, was ich erledigen möchte, aber ich binde B in meinen Haushaltskram meist mit ein, denn ich möchte ja liebend gerne Zeit mit ihr verbringen und es macht einfach mehr Spaß wenn B mir die Wäsche anreicht, damit ich sie aufhängen kann und sie mich stolz wie Bolle angrinst, wenn ich bei jedem Kleidungsstück „Danke, das ist aber lieb“ sage. Aber schnell gehen die Dinge dadurch natürlich nicht, also schaffen wir wenn es hoch kommt morgens Wäscheaufzuhängen und den Frühstückstisch abzuräumen. Zack, dann ist es 11 Uhr und somit Bs Mittagschlafzeit und klar, dann zeigt die Zeit erst richtig was rasen heißt. Denn JETZT habe ich Zeit, Zeit für MICH, ganz ALLEINE, ich könnte so vieles tun… Freunden schreiben oder telefonieren, ein Buch lesen oder eine Zeitschrift, mal in Ruhe essen, Sport machen (nein, das habe ich schon lange von der Liste gestrichen, mache ich ja eh nicht) und seit neustem steht noch der Blog und/oder Instagram auf der Liste oder oder ja ich könnte auch schlafen. Meist läuft es dann so ab, dass ich kurz aufgeregt ob der ganzen Möglichkeiten im Kreis laufe, danach kurz im Stehen etwas esse, mit Anlauf aufs Sofa hüpfe, kurz auf dem Handy herumtippe und mir dann doch meine Augen zu fallen. Wenn ich Glück habe, reicht es dann noch für ein halbstündiges Nickerchen.
Nachmittags ist B-Zeit, da möchte ich mit ihr Spielen und Zeit nur für sie haben, am liebsten den ganzen Nachmittag aber mindestens eine Stunde so richtig. Das nehme ich mir zumindest vor. Meistens machen wir das auch ganz gut und haben echt Spaß zusammen, wenn gutes Wetter ist gehen wir viel zusammen raus und da hat sie meine ungeteilte Aufmerksamkeit (außer ich zücke mein Handy für ein Foto der Video). An Regentagen spielen wir auch viel zusammen oder gehen schwimmen, aber da schleicht es sich doch öfters ein, dass ich hier und da doch nochmal etwas zum Erledigen finde. Macht ja auch Sinn, irgendwie muss der Haushaltskram ja erledigt werden. Aber an manchen Nachmittagen nehmen diese kleinen Erledigungen einfach Überhand und für B und mich bleibt plötzlich doch kaum noch Zeit zusammen zu spielen. Da ist also wieder schwarz auf weiß ein Grund für ein minimalistischer Leben. Denn genau diese Zeit am Nachmittag wird von der Vielzahl dieser „Dinge“ aufgesaugt. Dies und das muss weggeräumt werden, ist dreckig, es fehlt ein Teil, das Geld für eine weitere Anschaffung muss überwiesen werden oder nochmal schnell bei Amazon etwas bestellt werden. Am Nachmittag selbst fällt mir das meist gar nicht so auf, erst wenn die nächste Kaugummizeit ansteht, nämlich um 17Uhr, wenn B schon unsäglich müde ist, es aber noch ganze 2 Stunden bis zur Bettzeit sind, sie beim laufen schon hinfällt weil ihr die Kraft fehlt und sie wegen jeder Kleinigkeit weint und sie sich am liebsten mir an den hals binden möchte. Dann fällt mich rückblickend auf wie oft ich „Nein, B, jetzt nicht, spiel mal alleine, Mama kann gerade nicht.“ gesagt habe und bekomme ein unsägliches schlechtes Gewissen. Nicht unbedingt, weil B mal ein Nachmittag alleine spielen musste, ich finde eigentlich sogar, dass es wichtig ist, dass sie lernt sich auch alleine zu beschäftigen. Mein schlechtes Gewissen gilt eher der Zukunfts-MamaB, die keine einjährige B mehr hat und die Zeit bestimmt ab und zu gerne zurückdrehen würde, um nochmal einen normalen Mittwoch Nachmittag mit einer so minikleinen Variante von B verbringen zu können, die kaum Haare auf dem Kopf hat, erst 4 Wörter spricht und einem mit ausgestreckten Armen entgegen rennt und Bussis gibt, am liebsten auf die Nase.
Momentan macht mir das Minimalismusvorhaben die Sache allerdings noch nicht einfacher, alles auszumisten, zu verkaufen, zu spenden, zur Altkleidersammlung zu bringen frisst momentan viel Zeit. Aber ich werde versuchen in der Hinsicht auf die Bremse zu treten und es sehr sehr locker zu nehmen, jedes einzelne noch so kleine Teil ist ein Erfolg. Gestern habe ich immerhin 2 alte Mascaras und anderen Kleinkram aus dem Bad entsorgt. Mensch, das ist doch toll… immer schön positiv bleiben.
Wenn ich mal wieder so einen „B ich habe jetzt keine Zeit“-Tag hatte, mache ich meist noch eine letzte Aktion am Tag, die uns beiden Spaß macht. Dann gehen wir zusammen in die Badewanne, mit all ihren lustigen Badetieren (auch viel zu viele). Danach gehen wir dann doch glücklich und gut duftend ins Bett.

Tja und dann gibt es Tage wie heute, an denen ich auf den Kalender schaue, nachdem wir dank Schnupfen, Husten und Eckzähnen eigentlich 2 richtig zähe Kaugummiwochen hinter uns haben und merke „Mein kleiner Vogel wird heute 17 Monate alt“ – wo ist die Zeit nur hin???

In diesem Sinne 2×3 =4,
bis zum nächsten Mal,

eure MamaBeeeee

Herbstaktivitäten mit Kleinkind – byebye Herbstblues

Ach, Herbst können wir nicht doch Freunde werden?! Ich mochte dich ja eigentlich nie sonderlich gerne, aber früher als ich nach einem langen Sommer braun gebrutzelt abends auf dem Balkon merkte, hui es wird jetzt langsam aber zu kalt für ein T-Shirt, da habe ich mich gewappnet gefühlt für ein paar kalte Tage und habe mich auf meine Kuschelpullis gefreut und darauf, dass ich eine Ausrede habe, abends nicht mit auf das x-te Weinfest zu kommen, sondern faul auf dem Sofa zu bleiben mit Tee, ein paar zuckrigen Snacks (Bikini ist ja erstmal vom Tisch) und den Gilmore Girls. Diese Sommer-Phantasie entspringt so oder ähnlich meiner Studentenzeit in Würzburg.
Jetzt nach einem regenreichen, windigen Sommer in NRW (als Süddeutsche habe ich da einen leichten Klimaschock) und einer Tochter mit riesigem Bewegungsdrang, kommt mir der Herbst jetzt schon seeehr lang vor. Heute habe ich sogar dem lieben Ehebuddy eine mitleiderregende Whatsapp geschrieben, weil wir 2 Mädels uns hustend und schnupfend gegenseitig auf die Nerven gingen. Wir Armen, aber will ich lieber eine 8. Hauptschulklasse in Geschichte unterrichten, neeeene.
JETZT ist also mal Schluss mit dem Gemecker:
„Lieber Herbst, so schlimm bist du doch gar nicht, eigentlich sogar ganz sympathisch mit deinen gelb-rot-braunen Outfits, wir werden doch bestimmt ein paar schöne Dinge gemeinsam unternehmen können, oder?!“
Deswegen habe ich mein Hirn angestrengt, Oma gefragt und natürlich auch das allwissende Internet, um ein paar schöne Unternehmungen mit Kleinkinder für den Herbst herauszufinden. Keine Sorge die obligatorischen Kastanienmännchen kommen nicht vor, damit kann meine 1 ½-jährige noch nichts anfangen.

Meine 12 Herbstunternehmungen für Kleinkinder

1. Zoogeschäft

Tipp von Oma, in ein Zoogeschäft fahren und die süßen Meerschweinchen, Kanarienvögel, Mäuse etc. bewundern, das geht tatsächlich gut und gerne eine Stunde und danach ist bestimmt auch noch ein Belohnungs- Latte- Macchiato in der Bäckerei nebenan drin. Bzw. trinkt man ja anscheinend im Herbst lieber ne Pumpkin Spice Latte. Also ein weiteres Herbst-Must für mich: Pumpkin Spice Latte probieren!

2. Wildpark/Streichelzoo

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Klar kein Geheimtipp, aber ich habe jetzt erst gemerkt wie viele verschiedene Wildparks es alleine bei uns im Umkreis gibt. Einige auch kostenlos. Hier ist nicht sonst nicht viel geboten, aber das haben wir!!

3. Hallenbad

Es gibt ja auch mehr als das eine immer Gleiche, bei dem man schon die Kachelanzahl des Kinderbeckens kennt. Ich werde also, sobald die Schnupfnase mal weg ist und bevor die nächste kommt (es bleibt ein Zeitfenster von 2 ½ Tagen….mann hör auf zu meckern!)… also ich werde bald Hallenbadmäßig die Gegend erkunden!!

4. Kletterlandschaft im Wohnzimmer bauen

Aus Matratzen, Kissen, Decken und dem Sofa eine Tob-Kletter-Action-Landschaft bauen. Mit etwas Glück beschäftigen sich die Kleinen sogar eine Weile alleine damit. Hat bei uns wirklich gut geklappt, zumindest hat es gereicht, dass ich nur daneben saß und zu geschaut habe. (Leider sind nur verschwommene Bilder dieser Actionparty entstanden, sonst hätte ich hier gerne eins gezeigt.)

5. Musik entdecken und tanzen.

Musik an und tanzen ist meistens sowieso meine Maßnahme gegen ein Stimmungstief, egal wer das Tief hat, ich oder die kleine EarlyB. Und momentan macht sie tänzerisch eine sehr gute Figur, wippt mit dem Hintern und hat schon eine sehr lässige Dancefloor-Handbewegung drauf. Also aus dem Herbstblues einen Herbstrocknrollfunknsoul machen, bei Spotify auf ‚Entdecken‘ gehen und einfach mal neue Mama-Musik hören. Es müssen ja nicht immer 1,2,3 im Sauseschritt alle Kinder mit gehen.

6. Ausflug in den Wald

Im Wald durch das Laub rennen und endlich mal die neue Matschhose einweihen und ja, dabei kann man auch die ein oder andere Kastanie sammeln.

7. Zeltstadt bauen

Aus Decken, Stühlen, dem Wäscheständer etc. ein Zelt oder gleich eine ganze Zeltstadt bauen und im Zelt picknicken.

8. Neuen Kindergruppen beitreten.

Wir treten nach den Herbstferien einer neuen Turngruppe bei. Wir sind da schon recht aktiv, sind bereits in einer Krabbelgruppe und einer Kinderturngruppe, aber ich dachte noch ein Nachmittag an dem etwas Action stattfindet, tut uns gut. (Ich leide immer an der Angst, dass EarlyB verkorkst wird, wenn sie den ganzen Tag nur mit der ollen Mutti abhängt…aber nächstes Jahr geht’s in den Kindergarten.)

9. Spieldates

Verabredet euch mit andere Mamas, die haben im Herbst ja das selbe Problem.

10. Fitnessstudio-Kindergarten

Das ist jetzt keine Unternehmung direkt für das Kind, aber im Idealfall haben trotzdem alle Spaß: Ich habe entdeckt, dass das Fitnessstudio InJoy bei uns Kinderbetreuung anbieten, also werden PapaB und MamaB nächste Woche zusammen Squash spielen gehen, während EarlyB mit anderen Kindern im Fitnessstudio-Kindergarten spielt. Ich…bin…gespannt!

11. Duploturm

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Klaro, der Duploturm darf auch auf keinen Fall fehlen, endlich geht das mit meiner Kleinen. Meistens läuft es so, dass sie irgendwelche Tiere auf den Turm setzt und ich versuche die Steine so drum herum zu bauen, dass es trotzdem ein Turm wird, aber irgendwie geht es und irgendwie macht es auch Spaß.

12. Alleine spielen

Vielleicht, ganz vielleicht ist der Herbst nun auch die Zeit, in der die Kleinen lernen können, sich eine Weile selbst zu beschäftigt. Hehe…
Mal schauen wie sich das gestaltet. In diesem Moment versuche ich hier ja zu schreiben und sie soll alleine spielen, aber sie krabbelt lieber über das Sofa auf meinen Schreibtisch und will auch einen Blog schreiben: „EarlyB und ihre Rabenmama, die niiie mit ihr spielt“- coming soon.

Sollten mir im Laufe des langen langen SCHÖNEN (!) Herbstes noch weitere Sachen einfallen, werde ich die Liste noch ergänzen. Was macht ihr mit euren Kids im Herbst, habt ihr geniale Tipps? Würde mich sehr freuen, ein paar davon zu lesen.

Eure MamaB

Familientauglicher Minimalismus – Aller Anfang ist schwer

Vor ein paar Tagen sagte Mr EheB zu mir:

„Mann, diese ganzen Lebensoptimierer und Minimalisten, das sind doch alles nur reiche Singles, die nur zum Spaß arbeiten und sonst nix zu tun haben.“

Jo, da hab ich mal ganz vehement und total überzeugend gesagt:, „Nein, ach quatsch, das muss doch auch mit Familie gehen, äh, das kann doch nicht so schwer sein, da gibt es bestimmt genug Beispiele…mir fallen gerade spontan nur keine ein!“

Gibt es natürlich, ist aber eigentlich egal, so genau will ich das gar nicht nachprüfen. Ich will das einfach versuchen, um uns das Leben ein Stück einfacher zu machen, um uns von der Sachen-hinterher-räum-Zeit etwas auf unser Familienzeitkonto zu überweisen. Mehr will ich ja gar nicht. Das schaffen wir schon!! Aber es geht mit Kleinkind und bei Papas voller Arbeitswoche natürlich nicht so ratzfatz..

Passend dazu habe ich gleich einen Artikel von der Minimalismusbloggerin Pia Meester entdeckt mit dem Titel „Richtiger Minimalismus ist nur was für gut verdienende Singles ohne Kinder„.
Ich wollte mich schon mordsmäßig aufregen, war aber so schlau den Text erstmal zu lesen und ja, für diese Ausprägung des Minimalismus gilt das ziemlich sicher wirklich, denn man „darf“ sich nicht mal eine Flasche Wasser für unterwegs einpacken, sondern kauft sich lieber unterwegs eine Flasche für 2,50Euro beim Bäcker. Diese Art verfolgt sie Selbst aber auch nicht, sondern beschreibt einen Minimalismus, in dem es nur noch verkrampft darum geht immer weniger und weniger zu haben, so dass so quatschige Fragen aufkommen wie „Was habt ihr denn anstelle eines Bettes?“. Also ähm, was ist denn gegen ein Bett einzuwenden? Und ob nun EIN Bett oder EINE Hängematte, ist doch dann zahlmäßig auch egal.
Also klar, in diese Richtung will ich nicht, das ist mir viel zu extrem und bei uns wird zu den essentiellen Dingen weiterhin eine Kiste Duplo gehören, das disqualifiziert uns wahrscheinlich sowieso schon. Kinder brauchen schon einiges an Kram, aber ich bin davon überzeugt, dass wir eine Art Wohlfühlanzahl an Dingen finden, so dass wir noch gut ausgestattet sind, aber trotzdem das Gefühl haben als hätten wir unser Chaos erfolgreich gebändigt. Ich bin gespannt, ob und wann wir diesen Zustand erreichen. Denn wie schon gesagt geht es etwas schleppend voran.

Aller Anfang ist schwer

Der Impuls unser Leben und unsere Wohnung zu entrümpelt, kam in unserem Sommerurlaub, wir waren 6 Wochen lang unterwegs und unser Auto war zwar voll, aber pro Person hatten wir nicht wirklich viel dabei, auch unsere Kleine hatte nur ein Miniköfferchen für ihr Spielzeug: Ein Auto, 2 Bücher, 2 Kuscheltiere, Sandelsachen, das wars. Es hat uns an nichts gefehlt, wir haben nichts vermisst und unsere Kleine hat sowieso am liebsten mit Steinen, Stöcken und Sand gespielt. Auch unser Ferienhaus in Dänemark war skandinavisch-schlicht eingerichtet und ausgestattet, es war wunderbar. Man braucht wirklich nicht viel um glücklich zu sein.
Also kamen wir hochmotiviert von unserer Reise zurück, mit dem guten Vorsatz einiges umzukrempeln. Wollten voll loslegen…so richtig….jetzt…gleich…erst mal ankommen und so…..wusstest du, dass unser Bett sooo bequem ist. Herrlich.
Okay, jetzt aber… Wie ihr schon ahnt war der Erfolg des ersten Tages eher mau:

  • Eine vernichtete Chipstüte (die stand wirklich nur im Weg rum)
  • 3 Folgen Game of Thrones (Wir sind sehr spät eingestiegen und haben echt was auf zu holen)
  • Diverse Süßgetränke erfolgreich geleert (Pfand noch nicht weggebracht)

Am nächsten Tag war unsere Motivation bzw. Muttivation, wie mein Mann es nennt (…die Mutti ist einfach für alles zuständig) schon größer. Es landeten einige unserer Sachen auf Ebay, unter anderem mein geliebtes Dirndl… die Aprés-Still-Brüste werden diese Bluse nie wieder ausfüllen…. Also ein kleiner Schritt in ein einfacheres, weniger chaosbeherrschtes Leben war getan. Daumen hoch. Erfolge muss man feiern wie sie kommen und da wir unser Leben nicht nur entrümpelt und vereinfachen sondern auch ereignisreicher und somit schöner machen wollen, packten wir auch das gleich an und sind zur Belohnung nochmal campen gegangen. Die Ferien waren noch nicht ganz vorbei, wir hatten noch etwas Zeit und die wollten wir nutzen, ganz im Sinne der Minimalismus-Bewegung. Weniger Zeug – mehr Zeit… wir haben das doch schon voll drauf :-).
Nun sind wir seit einigen Wochen zurück und es ist zwar etwas weniger geworden, aber es dauuuuuert. Ich habe es bisher vor allem geschafft ganz viele kleine Haufen in der Wohnung zu verteilen. Und Spielzeug, Spielzeug ist überall, z.B. liegen meine Beine gerade auf einem Hüpfzebra, neben einer Duplokiste.

2017-10-11-14-55-13

Aber ich arbeite mich langsam weiter durch und ja, wir schaffen das schon!

Bis bald,
eure noch im Chaos lebende, aber trotzdem glückliche MamaB

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